Instant Messaging zieht aufs Handy
Auf der Mobilfunkmesse 3GSM haben 15 Mobilfunkbetreiber die Einführung eines netzübergreifenden Messaging-Dienst beschlossen.
Führende Mobilfunk-Anbieter wollen gemeinsam dem Vormarsch kostenloser Instant-Messaging-Dienste Paroli bieten.
Insgesamt 15 Mobilfunkbetreiber, darunter Vodafone, T-Mobile und Telefonica Moviles und der Verband GSM Association wollen gemeinsam den aus dem Internet populären Kurznachrichten-Dienst über verschiedene Netzwerke hinweg anbieten.
Die Verträge für die reibungslose Zusammenarbeit seien bereits unterschrieben, teilten die Unternehmen auf der Mobilfunkmesse 3GSM in Barcelona mit.
Die Mobilfunkbranche tagt derzeit in Barcelona beim 3GSM World Congress, wo neue Trends wie HSDPA, VoIP auf dem Handy und zahlreiche neue Geräte präsentiert werden.
Netzübergreifendes Angebot geplant
Bislang bieten Internet-Unternehmen wie Skype, Yahoo oder Microsoft [MSN] die Echtzeit-Kommunikation im Netz kostenlos an. "Das Handy ist das perfekte Gerät für die persönliche Kommunikation", sagte T-Mobile-Chef Rene Obermann. "Deshalb stellt das Instant Messaging eine ausgezeichnete Möglichkeit für die Mobilfunkindustrie dar."
Während zumindest die kostenlose Nutzung der Angebote bislang jedoch jeweils auf die eigenen Netze der Anbieter beschränkt ist, will die Initiative ihre Dienste über die gesamte Netzwerk-Infrastruktur der Mobilfunkbetreiber anbieten.
Unterdessen planen allerdings auch Unternehmen wie Skype, ihre im eigenen Netzwerk kostenlosen IM-Angebote auf die Handys zu übertragen.
(futurezone | dpa)
