20.10.2001

FAHNDUNG.DE

Bildquelle: FuZo

Keine Computerprobleme bei Terroristenjagd

Das deutsche Bundeskriminalamt hat Berichte über Schwierigkeiten bei der Rasterfahndung nach islamischen Terroristen auf Grund von Computerproblemen zurückgewiesen.

Es seien mittlerweile mehr als 12.000 Hinweise bei der zuständigen Sonderkommission erfasst, teilte das Bundeskriminalamt [BKA] mit. In Medienberichten hatte es zuvor geheißen, die verschobene Einführung des Computerprogramms "Inpol-neu" erschwere die Erfassung.

"Bewährte Datenverarbeitungssysteme"

Nach Darstellung des BKA stehen für die Rasterfahndung "bewährte Datenverarbeitungssysteme zur Verfügung". Es treffe nicht zu, dass jeder Hinweis in vier verschieden Systeme eingegeben werden müsse.

Einen Termin für die Einführung von "Inpol-neu" nannte das BKA in der Mitteilung nicht. Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" geht der Bundesrechnungshof davon aus, dass im Zusammenhang mit dem neuen System Steuermittel in dreistelliger Millionenhöhe verschwendet wurden.

Der Start sei wegen technischer Probleme inzwischen auf das Jahr 2005 verschoben.