20.10.2001

UNTERBINDUNG

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Firmen gegen privates Surfen im Job

Unternehmen versuchen zunehmend die private Internet-Nutzung ihrer Angestellten am Arbeitsplatz zu unterbinden.

Etwa 57 Prozent der Betriebe haben den Mitarbeitern das Surfen zu nicht geschäftlichen Zwecken während der Arbeitszeit verboten.

Das ergab eine Studie des Kölner Wirtschaftsmagazins "Capital", im Rahmen derer 250 Firmen befragt wurden. Demnach regeln in fast jedem zweiten Unternehmen Betriebsvereinbarungen oder vergleichbare Vorschriften die Internet-Nutzung. Dem Bericht zufolge verwenden rund zwei Drittel der Unternehmen Filterprogramme, die bestimmte Online-Inhalte ausschließen.

Überwachung & Keylogging

Andere Techniken ermöglichen es, den E-Mail-Verkehr zu überwachen oder alles zu speichern, was über die Tastatur eingegeben wird. Die elektronische Post ihrer Angestellten kontrollieren etwa 13 Prozent der befragten Firmen.

Die Arbeitgeber beklagen sich vor allem über die wertvolle Arbeitszeit, die durch die private Internet-Nutzung verloren geht. Dies rechnet das Wirtschaftsmagazin an einem Beispiel vor: Wenn jeder der 5000 Mitarbeiter einer Bausparkasse pro Tag 15 Minuten im Netz surft, entstünden dadurch "unproduktive" Personalkosten in Höhe von 90 Millionen ATS jährlich.

Freilich handelt es sich dabei um ein unflexibles Rechenmodell, das stur die Arbeitszeit multipliziert. Die positiven Nebeneffekte, die sich durch Aneignung von Wissen, Entspannung ähnlich einer Mittagspause oder zufriedene Mitarbeiter einstellen, sind hierbei nicht berücksichtigt.