20.10.2001

BILANZ

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Hightech-Messe Systems mit weniger Besuchern

Das Interesse an Neuheiten der Technologie-Branche hat angesichts der angespannten Lage nach den Terroranschlägen in den USA spürbar nachgelassen. Die Zahl der Besucher auf der High-Tech-Messe Systems in München brach nach jahrelangen Zuwächsen ein.

Mit 121.000 Gästen kamen in diesem Jahr rund 18 Prozent weniger als im Jahr 2000, berichteten die Veranstalter am Freitag zum Abschluss der fünftägigen Messe in München. Nach den Terroranschlägen in den USA stand in diesem Jahr der Kampf gegen die Computerkriminalität im Mittelpunkt der Messe, die als wichtigstes Treffen der Branche nach der CeBIT in Hannover gilt.

"Überraschend gutes Ergebnis"

Auch einige große Firmen hätten ihre Teilnahme abgesagt. Angesichts der wirtschaftlichen und weltpolitischen Lage sei auch die gesunkene Besucherzahl jedoch ein "überraschend gutes Ergebnis", hieß es. "Nach einem verhaltenen Start legte die Messe einen bemerkenswerten Endspurt hin", sagte der Vizepräsident des Branchenverbandes BITKOM, Willi Berchtold.

Verglichen mit den Erwartungen zum Beginn der Messe seien viele Firmen dennoch zufrieden, berichteten die Veranstalter. Insbesondere bei einigen großen Unternehmen hätten sich sogar deutlich mehr konkrete Geschäfte abgezeichnet als noch im vergangenen Jahr. Dies könne möglicherweise ein Ende der Talsohle und einen Aufwärtstrend andeuten.