"Heterogene Software Agents"
"Intelligenz befähigt uns, intelligente Entscheidungen zu treffen", so V.S. Subrahmanian, Computerwissenschafter an der Universität von Maryland.
"Künstliche Intelligenz umfasst Software-Mechanismen, die diese Entscheidungen automatisch und in einer entsprechend kurzen Zeit fällen."
Subrahmanian hat sich auf sogenannte heterogene Software Agents spezialisiert, die sich dadurch auszeichnen, dass sie untereinander interagieren können. Dieser Zusammenarbeit, so hofft er, macht die Agentensysteme effektiver.
V.S. Subrahmanian im Interview:
"Beim logischen Denken ziehen wir Schlüsse und lernen aus der
Erfahrung. Diese Fähigkeit nutzen wir, um mit anderen zusammen zu
arbeiten. So können wir Dinge schaffen, die wir allein nicht
erreichen würden."
Heterogene Software AgentsVon Menschen und Programmen
"Ich glaube, das wichtigste was uns bewusst sein sollte, auch wenn wir uns als die am höchsten entwickelte Spezies dieser Erde ansehen, ist, dass niemand von uns Dinge ganz allein machen kann", so Subrahmanian.
"Bei Programmen ist es sehr wahrscheinlich ähnlich. Sie haben Schwächen und sie haben Stärken."
"Die Fähigkeit eines Programms die eigenen Stärken und viel wichtiger noch die eigenen Schwächen zu erkennen und gleichzeitig Wege zu finden, wie Probleme gelöst werden könnten, erscheint mir als ein zentraler Teil der Intelligenz, der immer noch stark vernachlässigt wird."
Anhängsel der Maschinen oder Cyborg
Ray Kurzweil, ein Pionier der AI-Szene, geht davon aus, dass in
50 Jahren ein Rechner mit den Fähigkeiten unseres Gehirns für 1.000
USD zu haben sein wird. Damit der Mensch dabei nicht zum dummen
Anhängsel der Maschinen wird, muss er sich zum Cyborg entwickeln.
Steven Spielbergs "Artificial Intelligence"Kein Ratio ohne Emotionen
"Emotionen sind die Voraussetzung für rationales Denken", so Robert Trappl, Leiter des "Austrian Research Institute for Artificial Intelligence" in Wien.
"Sie selektieren unsere Wahrnehmung und reduzieren die Entscheidungsalternativen, ohne dass wir das auf einer rationalen Ebene durchspielen müssen."
Personen, die Hirnverletzungen erlitten haben und als Folge nur sehr geringe oder gar keine Emotionen empfinden können, sind viel weniger in der Lage rationale Entscheidungen zu treffen als Menschen mit Emotionen.
Androiden als Objekte der Begierde
