DT will Stelllenabbau beschleunigen

deutschland
14.02.2006

3,3 Milliarden Euro für Abfindungen

Die Deutsche Telekom drängt nach dem Scheitern der Gespräche mit der Gewerkschaft ver.di auf eine schnelle Umsetzung des geplanten Abbaus von 32.000 Stellen.

In einem am Montag bekannt gewordenen Schreiben an die Beschäftigten bietet der Vorstand Abfindungen von bis zu 225.000 Euro je Mitarbeiter oder die Förderung der Frührente an. Insgesamt stellt die DT dem Schreiben zufolge 3,3 Milliarden Euro zur Verfügung.

Die meisten Stellen sollen bei der Festnetztochter T-Com wegfallen. Der ver.di-Vorstand hatte vorige Woche die Verhandlungen mit der DT über den Personalabbau wegen unzureichender Angebote platzen lassen.

"Unverzüglich"

"Der personelle Umbau der DT muss dennoch unverzüglich auf den Weg gebracht werden", heißt es in dem Mitarbeiterbrief von DT-Personalvorstand Heinz Klinkhammer. Die DT will die 32.000 Stellen bis 2008 abgebaut haben.

Auch für die Zeit danach werde es weiter um den Abbau von Stellen gehen, bekräftigte Klinkhammer am Montag in der "Süddeutschen Zeitung". Bei T-Com sei "das Ende der Fahnenstange" noch nicht erreicht, sagte er.

Auf die Abfindungsangebote reagierte die Gewerkschaft zurückhaltend. "Wir werden unsere Mitglieder beraten, dass sie keine schlechten Angebote annehmen", sagte ein Sprecher.

(futurezone | Reuters)