19.10.2001

TRADING

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Österreichs Direkt-Brokermarkt wächst

Erst 42.000 Kunden wickeln in Österreich derzeit ihre Wertpapiergeschäfte über Direkt-Broker ab.

Konservativ angelegte Studien erwarten bis 2004 in Österreich einen Anstieg auf 200.000 Depotkunden. Damit seien drei Viertel des Marktes noch zu vergeben, stellte Ernst Huber, Vorstandschef des Marktführers in Österreich, direktanlage.at, am Freitag fest.

"Wir werden kräftig Gas geben, damit wir da einen größeren Anteil gewinnen können", sagte Huber, der eine weitere starke Marktbereinigung unter Anbietern in Österreich erwartet.

Ende des Jahres übernimmt die direktanlage.at 8.500 Kunden der vbankdirekt.at, da die Vorarlberger Volksbanken-Tochter - wie die FuZo berichtete - als erstes Opfer der Börsenflaute vom Markt abtritt.

Im Zuge dieser Übernahme wird die direktanlage.at ein eigenes Anlagezentrum in Vorarlberg errichten. Damit betreibt der Internet-Broker neben den bisherigen Filialen in Salzburg, Wien und Linz künftig insgesamt vier Filialen in Österreich.

Diese Standorte, ursprünglich für die Identifikationsprüfung für Direkt-Broker-Nutzer installiert, nehmen mittlerweile auch Wertpapieraufträge entgegen und bieten Anlageberatung an. Ein weiterer Standort soll in Graz entstehen.

25.000 Kunden Minimum

Huber sagte am Freitag auf der Gewinnmesse, er erwarte eine weitere massive Marktbereinigung in Österreich. Von den derzeit rund zehn Anbietern dürften nur drei bis vier überleben. Ein Direkt-Broker brauche seiner Rechnung zufolge mindestens 25.000 Kunden, damit sich die Investitionen rechnen.