Liberty verschenkt Set-Top-Boxen
Mit der kostenlosen Abgabe von Millionen Empfangsgeräten für die digitale Medienwelt will der US-Konzern Liberty Ende kommenden Jahres auf dem deutschen Markt starten.
Es sei das Ziel, die rund zehn Millionen Kabelhaushalte von Liberty so schnell wie möglich mit den Set-Top-Boxen zur Nutzung des interaktiven Fernsehens und des Internets zu versorgen, sagte Miranda Curtis, Chefin von Liberty International.
Liberty hinter größtem europäischen TV-Kabelnetzbetreiber
Liberty kontrolliert unter anderem bereits den größten
europäischen TV-Kabelnetzbetreiber United Pan-Europe Communications
NV [UPC] über eine Beteiligung an dessen US-Muttergesellschaft
UnitedGlobalCom.
Kabelnetz-Verkauf an Liberty vor AbschlussKartellrechtlich problematisch
Kartellrechtlich problematisch ist neben der geballten Marktmacht, dass Liberty nicht nur die Kabelnetze bereitstellt, sondern auch selbst als Anbieter von Inhalten auftreten kann.
Zusätzlich zu der Set-Top-Box-Aktion will Liberty rund 40 weitere Programme anbieten. Derzeit gebe es Gespräche mit verschiedenen Filmanbietern, darunter auch mit dem deutschen Medienmogul Leo Kirch.
Das Unternehmen ist unter anderem an AOL Time Warner und an News Corp. von Rupert Murdoch beteiligt.
