USA rüsten sich gegen Cyber-Terror

übung
11.02.2006

Das US-Heimatschutzministerium hat vergangene Woche mit dem Projekt "Cyber Storm" eine groß angelegte Cyberattacke auf die USA simuliert.

Das US-Heimatschutzministerium hat am Freitag die Simulation einer groß angelegten Cyberattacke abgeschlossen. Das Projekt "Cyber Storm" sollte dabei die Reaktion der Behörden und IT-Firmen wie Microsoft, Cisco und Verisign auf einen Angriff von Anti-Globalisierungs-Gruppierungen, Hackern und Bloggern [!] testen.

Zum Angriffsszenario zählten unter anderem die Streuung falscher Informationen über Weblogs, Hackerattacken auf Elektrizitätswerke in zehn Bundesstaaten, Störungen im Online-Bankensystem, das Auftreten schwerer Sicherheitslücken im Internet-Backbone sowie die versehentliche Distribution infizierter Software.

Das Manöver sollte ursprünglich im November stattfinden, wurde jedoch wegen der Wirbelstürme Katrina und Rita auf Februar verschoben.

Ergebnisse erst im Sommer

Natürlich hatte die Simulation keinerlei Auswirkung auf das "echte" Internet, die Übung wurde in einer isolierten Umgebung durchgeführt. Teilgenommen haben neben Privatfirmen auch rund 115 Regierungs-Organisationen wie etwa das White House National Security Council, das Justiz- und Verteidigungsministerium, sowie NSA und CIA.

Das Heimatschutzministerium will bis zum Sommer einen detaillierten Bericht über die Ergebnisse der Übung vorlegen.

Bereits im vergangenen Jahr spielte der CIA in der Operation "Silent Horizon" den Ernstfall einer durch Terroristen lahmgelegten Kommunikationsstruktur durch.

(futurezone | AP)