"Genderblick" auf Technologien schärfen
Die Wiener Frauenstadträtin Renate Brauner hat Programm und Ziele der internationalen Konferenz "ITech Women" präsentiert, die am Montag und Dienstag im Festsaal des Rathauses stattfindet.
"Technologien, ihre Anwendung und der Zugang zu ihnen sind nicht geschlechtsneutral. Die spezifischen Auswirkungen auf Frauen sind noch nicht hinterfragt und erforscht worden. Hier orte ich einen dringenden Nachholbedarf", stellte Brauner fest.
Bei der Konferenz werden 29 Expertinnen aus zehn Ländern ihre Forschungsergebnisse diskutieren. Brauner erwartet sich als Ergebnis des internationalen Erfahrungsaustausches eine umfassende Analyse von Frauenrollen in der Informationsgesellschaft und "konkrete Handlungsoptionen" für die Zukunft.
ITech WomenAusbildung
Geschlechtsspezifische Segmentierungen seien auf dem gesamten Arbeitsmarkt zu beobachten, sagte Brauner. Die neuen Technologien seien da keine Ausnahme:
"Männer arbeiten häufig im Bereich der Hardware und der Programmierung, Frauen sind als Web-Designerinnen oder Redakteurinnen eher gestalterisch als gestaltend tätig." Eines ihrer wichtigsten politischen Ziele sei daher, dass Frauen die Zukunft der neuen Technologien gleichberechtigt mitgestalten.
Von fundamentaler Bedeutung ist dabei vor allem der Zugang zu Ausbildung. TU-Expertin Edeltraut Hanappi-Egger und die Direktorin der HTL-Ottakring, Carmen Lechner, bestätigten übereinstimmend die starke geschlechtsspezifische Segmentierung im Bereich der technischen Ausbildungen.
