Die Zukunft der Medienlandschaft
Zum achten Mal sind am Mittwoch die heimischen Kabel-TV-Betreiber zusammengetreten, um aktuelle Trends, rechtliche Aspekte und technische Lösungen zu diskutieren.
Bei einer Podiumsdiskussion im Rahmen der Veranstaltung in Fohnsdorf [Steiermark] wurde am Mittwochvormittag "das neue Fernsehen" erörtert: Über die Trends der TV-Zukunft waren sich die TV-Teilnehmer aber nur bedingt einig.
Fernsehen und Internet wachsen zusammen
Das Zusammenwachsen von Fernsehen und Internet auf der
Fernsehoberfläche mit interaktiven Features prognostizierte einmal
mehr Alfreda Bergmann-Fiala [UPC Telekabel]: Die Entwicklungsstufe
solcher Projekte befinde sich zwar noch im Stadium von
"Mini-Anwendungen", europäische TV-Anstalten würden aber eifrig
daran arbeiten.
Rundfunkgebühren für PCs ab 2005Massenmedium TV wird "entmasst"
Der damit zumindest indirekt angesprochene Chef des ORF-Internet-Diensts ORF ON, Franz Manola, zeigte sich allerdings skeptisch, ob die Konsumenten tatsächlich darauf warten, Internet und TV auf der Mattscheibe vereint zu empfangen.
"Dieses Thema nimmt von Jahr zu Jahr an Virulenz ab, weil mittlerweile die PC-Dichte in den Haushalten sehr groß ist", meinte er. Das Fernsehen als Massenmedium werde darüber hinaus zunehmend "entmasst" und verliere seinen Status als kollektiver Lieferant von Gesprächsstoff.
Manola sah vielmehr den Trend zum individualisierten TV "on demand", also auf Bestellung: Ihm schwebt ein "festplattenzentrierter" Fernseher vor, auf dem der Benutzer jene Programme speichert, die ihn wirklich interessieren.
Privat-TV vor Hürden und Fallstricken
Bescheidene medienpolitische Perspektiven sah hingegen Hans
Metzger von der Styria Medien AG. Das Privatfernsehgesetz stelle nur
"erste zaghafte Schritte" in Richtung einer dualen Fernsehlandschaft
dar und sei zum Teil ein "ziemlicher Murks". Potenzielle
Privat-TV-Veranstalter würden sich mit "vielen Hürden und
Fallstricken" konfrontiert sehen.
Digital-TV vor dem Durchbruch
