EU sorgt sich um Internet-Sicherheit

phishing & co
10.02.2006

Auf einer zweitägigen Konferenz in Wien dreht sich derzeit alles um die wachsende Zahl der Online-Attacken und entsprechende Sicherheitsmaßnahmen.

Die Europäische Union will sich künftig verstärkt für mehr Sicherheit im Internet einsetzen.

Um dieses Thema dreht sich auch alles auf den Konferenzen "Trust in the Net" und "E-Government for all Europeans", die dieser Tage im Rahmen der österreichischen EU-Präsidentschaft in Wien stattfinden

"Wir sind immer noch weit entfernt von unserem Ziel, sichere und verlässliche Netzwerke zu bauen, die vertrauliche Informationen schützen", so der Kommentar von Viviane Reding, EU-Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien.

Reding zeigte sich vor allem besorgt darüber, wie sich die Bedrohungs-Szenarien verändert haben und Angriffe zunehmend mit kriminellen Absichten, wie etwa Identitätsdiebstahl, gestartet werden.

Reding hat sich auch dem Kampf gegen erhöhte Roaming-Gebühren verschrieben. Ein entsprechendes Gesetz kann jedoch frühestens 2008 in Kraft treten.

Nutzer müsse Einstellung ändern

Die Kommissarin kündigte an, demnächste eine Strategie für mehr Sicherheit zu präsentieren und betonte, wie wichtig internationale Kooperationen seien, um das Vertrauen der Nutzer ins Internet zu stärken.

Diesen Vorstoß begrüßte auch der britische Staatsminister für Industrie und Regionen, Alun Michael, der aber auch vor zu viel Sicherheitsmaßnahmen warnte. Die Schritte dürften die Nutzer nicht ab- bzw. verschrecken, am wichtigsten sei laut Michael eine Veränderung in der Einstellung der Nutzer.

(futurezone | AP)