IBM meistert die Nachfrage-Krise
IBM hat im dritten Quartal 2001 vor dem Hintergrund des weltweiten Rückgangs bei den Technologieausgaben weniger verdient als ein Jahr zuvor.
Der Konzern teilte am Dienstag nach US-Börsenschluss mit, der Gewinn je Aktie sei im dritten Quartal auf 90 Cents von 1,08 USD im Vorjahreszeitraum gesunken.
Analysten hatten nach einer Umfrage von Thomson Financial/First Call im Durchschnitt mit einem Gewinn von 89 Cents gerechnet.
Während im Quartal die Umsätze aus dem Dienstleistungs- und Software-Geschäft zugelegt hätten, verzeichnete IBM im Hardware-Bereich einen Umsatzrückgang von 21 Prozent. Nach IBM-Angaben sanken auch die Mikrolektronik-Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Den weiteren Angaben zufolge sank bei IBM der Konzernüberschuss im dritten Quartal auf 1,6 Milliarden USD von 2,0 Milliarden USD im dritten Quartal 2000. Der Quartalsumsatz ging auf 20,4 Milliarden USD nach 21,78 Milliarden USD im Vorjahreszeitraum zurück.
Gewinnerwartungen für IBM gesenktTapfer geschlagen
Analysten äußerten sich vorsichtig positiv zu den Zahlen: "Eigentlich glaube ich, dass sie nicht so schlecht sind. Die zusammengefassten Hardware-Umsätze schauen nicht besonders gut aus: Minus 21 Prozent - das ist schon etwas brutal", sagte Daniel Kunstler von der Investmentbank J.P. Morgan.
Aber der Rest der Geschäfte stehe besser da, besonders die Software mit einem Plus von zehn Prozent. Das gelte auch für die Mainframes selbst nach dem 11. September. "Somit gibt es insgesamt nicht viel, worüber man sich beschweren könnte", sagte Kunstler.
