Napster tiefer in der Verlustzone

tiefrot
09.02.2006

Die Online-Musikplattform Napster konnte ihren Umsatz fast verdoppeln, hat aber auch ihren Verlust ausgeweitet.

Die Online-Musikplattform Napster hat im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2005/06 ihren Umsatz fast verdoppelt, ist aber tiefer in die roten Zahlen geraten.

Der Verlust vor Steuern stieg gegenüber dem Vorjahresquartal von 14,9 auf 16,7 Millionen Dollar, wie Napster am Donnerstag mitteilte. Beim Umsatz legte das Unternehmen um 94 Prozent auf 23,5 Millionen Dollar zu.

Die Musikplattform verzeichne inzwischen 500.000 Premium- Abonnenten, sagte Napster-Chef Chris Gorog. Binnen Jahresfrist sei das ein Zuwachs von 110 Prozent. Die Abo-Einnahmen spielen nach Unternehmensangaben 86 Prozent des Umsatzes ein.

Nutzung durch Abonnement

Seit vergangenem Dezember ist der Musikdienst auch in Deutschland verfügbar. Anders als beim Angebot etwa von Apples iTunes bietet Napster Musikstücke an, die nur über die Dauer des Abonnements genutzt werden können.

Zuletzt hatte es Gerüchte gegeben, dass der Suchmaschinenbetreiber Google an einem Kauf von Napster interessiert sei und ebenfalls in den Musikmarkt einsteigen will. Die Napster-Aktien waren darauf bis zu 50 Prozent gestiegen. Inzwischen hat Google die Gerüchte allerdings in einer schriftlichen Stellungnahme dementiert.