"Presse" setzt online auf neue Leser
Mit einem großen Relaunch im Internet setzt nun "Die Presse" auf eine neue Lesergruppe neben dem traditionellen Print-Produkt. Dass gerade in einer Zeit investiert wird, wo andernorts Redaktionen dicht machen, hat aufhorchen lassen.
Dass sich die Investitionen "im unteren zweistelligen Millionenbereich" rechnen werden, davon ist "Presse-Online"-Geschäftsführer Herbert Starmühler fest überzeugt.
Eigene Zielgruppe für das Online-Produkt
Die 18- bis 45-Jährigen definiert Starmühler als die Zielgruppe der Online-"Presse". Um diese zu erreichen, benötige man im Internet ein eigenständiges Profil. Mit diesem könne man auch auf einem ausgedünnten Werbemarkt reüssieren.
Break-even in zwei Jahren?
Angesichts des "eher zähen Prozesses", im Verlauf dessen
gemischte Erlösmodelle anfingen, Gewinn abzuwerfen, sei auch der
Break-even nicht unmittelbar angesagt, sondern in etwa zwei Jahren.
Ansonsten verfolge man eine "vernünftige Dachmarkenstrategie" und
setze im Businessplan auf eine breite Erlöspalette von
Cross-Media-Vermarktung bis hin zu Content-Syndication.
Presse nach Relaunch"Absichtlich Zeit gelassen"
Dass diese Investition just in jene Zeit gefallen ist, in der nicht nur bei Online-Medien kräftig gespart werde, liege daran, dass man sich "absichtlich ein wenig Zeit gelassen" habe.
Seit dem Frühjahr hat man am Relaunch gearbeitet. Nofrontiere hat in Sachen Design, Infodesign beim Content-Management mitgeholfen.
