Terroristen und "Hedge-Fonds-Methoden"
Die Rating-Agentur Allenbridge Hedgeinfo hält einen Missbrauch Hedge-Fonds-ähnlicher Methoden wie Leerverkäufen durch die mutmaßlichen Terroristen um Osama bin Laden für sehr wahrscheinlich.
Dass Hedge-Fonds selbst in die dunklen Geschäfte der Terroristen verstrickt sein könnten, sei dagegen auszuschließen, sagte Research-Chef Jacob Schmidt im Gespräch mit dpa-AFX in London.
"Bei den hohen Summen, um die es bei dieser Anlageform häufig geht, kennen einander Käufer und Verkäufer in der Regel sehr genau", betonte Schmidt. "Hier über Dunkelmänner Geschäfte zu betreiben ist daher kaum möglich."
Hedge-Fonds sind eine risikoreiche Alternative zu Investmentfonds. Die Verwalter haben meist unbegrenzte Befugnisse bei der Auswahl ihrer Anlagen. Dabei wird nicht nur in Aktien und Anleihen, sondern auch in Währungen, Rohstoffe und Derivate investiert.
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Der Experte räumte jedoch ein, dass Hedge-Fonds-Manager sich für Außenstehende generell gerne mit dem Mantel des Geheimnisvollen umhüllen.
An Informationen zu gelangen sei daher sogar für ihn als Analysten nicht immer einfach: "Kaum ein Fondsmanager will seine Strategie verraten, mit der Begründung, sie sei einzigartig", sagte er.
Diese sei jedoch für die Bewertung des Fonds absolut unerlässlich. Eine angebliche Sorge vor Nachahmung dürfe er als Argument daher nicht gelten lassen, sagte der Analyst.
