Bezahl-E-Mails wecken Skepsis
Die Anti-Spam-Organisation Spamhaus kritisiert, dass E-Mail-Gebühren "den Geist des Internets zerstören".
Der Vorstoß der beiden E-Mail-Provider Yahoo und AOL, künftig Gebühren für die garantierte Zustellung von elektronischer Post zu verlangen, stößt nicht überall auf Gegenliebe.
Die Anti-Spam-Organisation Spamhaus etwa glaubt, dass diese Methode "den Geist des Internets zerstören wird".
"Das Internet ist zu dem geworden, was es ist, weil Kommunikationsfreiheit herrscht. Kein Service sollte etwas kosten, E-Mails sollten gratis und für jeden zugänglich sein", so die Meinung des Spamhaus-Informationschefs Brian Cox. Zudem glaubt Cox nicht, dass Spam auf diesem Weg reduziert werden kann.
Die Idee von Yahoo und AOL sieht vor, dass der Absender rund einen US-Cent pro Mail bezahlt und damit die Spam-Filter der Betreiber umgeht. Der Empfänger erhält dafür ein "zertifiziertes" Mail.
Großbritannien begrüßt die Idee
Das Information Commissioner's Office [ICO], eine Anti-Spam-Organisation der britischen Regierung, hat die Idee dagegen begrüßt. Durch die Gebühren und die damit verbundenen Nutzungsregeln würde die Einhaltung genereller Anti-Spam-Bestimmungen gefördert, so ICO.
(futurezone | Cnet)
