15.10.2001

DEFIZITÄR

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Siemens streicht insgesamt 10.000 Stellen

Mit einem weiteren drastischen Stellenabbau will der Siemens-Konzern seine defizitäre Netzwerksparte ICN aus den roten Zahlen bringen.

Bis Ende 2002 werden nochmals zusätzlich 5.000 Arbeitsplätze gestrichen, teilte die Siemens AG heute mit. Damit entfallen in dem Bereich IC Networks [ICN] nun mehr als 10.000 der weltweit etwa 53.000 Stellen. In Deutschland sind 4.000 Arbeitsplätze betroffen.

Die Zahl der weltweiten Fertigungsstätten soll halbiert werden. Mit den Maßnahmen will der Konzern bei ICN Kosten in Höhe von mindestens zwei Mrd. Euro [27,5 Mrd. ATS] im Jahr einsparen.

Ertragssteigerung vor Umsatzwachstum

Siemens-Chef Heinrich von Pierer stellte klar, dass er mit der Entwicklung von ICN unzufrieden ist. Der für das Netzwerkgeschäft zuständige Siemens-Vorstand Roland Koch musste gehen.

Vor einigen Monaten hatte ICN bereits die Streichung von 5.500 Stellen und weitere Sparmaßnahmen angekündigt. Künftig werde in allen Geschäften die Ertragssteigerung Vorrang vor dem Umsatzwachstum haben, erklärte der neue ICN-Chef Thomas Ganswindt.

Er sei überzeugt, dass es gelingen werde, den Bereich wieder "zu einem nachhaltigen Ergebnisträger der Siemens AG zu machen".

Keine Einsparungen auf Kosten der Zukunftsfähigkeit

Es werde keine Einsparungen auf Kosten der Zukunftsfähigkeit geben.

Im Mobilfunkbereich ICM sollen bis Ende des laufenden Geschäftsjahres 2.000 Stellen gestrichen werden, davon die Hälfte in Deutschland.