Digicams killen Foto-Klassiker
Der in die Krise geratene US-Foto-Konzern Polaroid hat Konkursantrag gestellt. Die Tochterunternehmen in Europa und Asien sind aber nicht betroffen. Der weltweite Marktführer für Sofortbild-Fotografie aus Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts begründete den Schritt mit stark rückläufigen Einnahmen.
Die 1937 gegründete Firma leidet unter dem Siegeszug der Digitalkameras, die Sofortbildfilme und -kameras zunehmend verdrängen. Anders als etwa der Konkurrent Kodak hat es Polaroid nach Einschätzung von Branchenkennern versäumt, frühzeitig in dieses Segment vorzustoßen.
Nun soll mit gerichtlicher Hilfe versucht werden, eine Umschuldung zu erreichen. Zudem werde Polaroid seine Anstrengungen verstärken, einen Käufer für das gesamte Unternehmen oder einen Teil der Firma zu finden.
PolaroidGeregelter Abgang
Auch eine eigene Digitalkamera-Linie und das Angebot von Online-Fotoalbem und -Bildertausch konnten den Niedergang nicht aufhalten - oder halfen sogar dabei, das eigen Kerngeschäft zugrunde zu richten.
Polaroid betonte, das Unternehmen werde während des Konkursverfahrens dennoch seinen Geschäftsverpflichtungen rund um den Globus nachkommen.
Die Geschäftsbank J.P. Morgan Chase and Co. habe sich zudem verpflichtet, das Unternehmen mit einem Betrag von 50 Millionen USD zu versorgen, während der Insolvenzplan gerichtlich geprüft wird.
PolaroidDigital
