British Telecom will aus Blu aussteigen
Die British Telecom trennt sich vom italienischen Mobilfunkbetreiber Blu.
Der englische Koloss will sich künftig auf Auslandsbeteiligungen konzentrieren, an denen er die absolute Stimmenmehrheit hält - wie bei der deutschen Viag Interkom, der niederländischen Telfort und der irischen Digifon.
Der 20-prozentige Anteil an Blu, an der auch die Mediengesellschaft Mediaset des italienischen Regierungschefs Silvio Berlusconi, die Bekleidungsgruppe Benetton, die römische Bank BNL und die Autobahngesellschaft Autostrade Italiane beteiligt sind, steht auf dem ersten Platz auf der Liste der Beteiligungen, welche die Briten italienischen Medienberichten zufolge loswerden wollen.
Fiasko bei UTMS-Auktion
Nach dem Fiasko bei der UMTS-Auktion - Blu hatte es nicht
geschafft, eine der fünf italienischen UMTS-Lizenzen zu ersteigern -
hat British Telecom das Interesse an der Italien-Tochter gänzlich
verloren.
British TelecomInsider schätzen den Wert des italienischen Konsortiums auf 3,1 Mrd. Euro. Blu ist Italiens viertgrößter Mobilfunkbetreiber nach der Telecom-Italia-Tochter TIM, Omnitel und Wind. In dieser Phase wirtschaftlicher Volatilität werde die Suche nach einem Interessenten für Blu schwierig, schätzen Branchenkenner.
Gerüchten zufolge könnte das Unternehmen vom Konsortium Ipse übernommen werden, an dem die spanische Telefonica, die finnische Sonera sowie der Autokonzern Fiat und die Banca di Roma beteiligt sind.
