US-Post verschafft Compaq Milliarden-Deal
Der weltweit zweitgrößte PC-Hersteller Compaq hat nach eigenen Angaben mit der US-Post einen Liefer- und Dienstleistungsvertrag im Volumen von bis zu zwei Milliarden Dollar unterzeichnet.
Compaq teilte am Donnerstag in New York nach Börsenschluss mit, der für fünf Jahre geschlossene Vertrag könnte einen Wert von einer Milliarde USD [1,1 Mrd. Euro] erreichen. Eine Option für weitere fünf Jahre würde den Gesamtwert des Auftrags auf 1,5 bis 2,0 Milliarden USD steigern.
Server, Desktops und Notebooks
Die Vereinbarung schließe die Lieferung von Servern, Desktops und
Notebooks ein, sagte der Compaq-Vizepräsident für Verkauf und
Dienstleistung, Peter Blackmore. Compaq habe bereits 1994 mit der
Post ein Geschäft im Wert von etwa 1,2 Milliarden USD [1,3 Mrd.
Euro] geschlossen, fügte er hinzu.
Compaq ruft 1,4 Millionen Netzteile zurückDer "Sturm"
Dabei habe Compaq bei der Post mehr als 32.000 Server, 180.000 Desktops und 50.000 Notebooks installiert.
Compaq hatte Anfang Oktober die Prognosen für das dritte Quartal gesenkt.
Die schwache Verfassung der Wirtschaft, der Fusionspläne mit Hewlett Packard und die Anschläge in den USA hätten einen "vollkommenen Sturm" entfacht, hatte der Konzern zur Begründung erklärt.
Verluste zwischen fünf und sieben Cents je Aktie
Für das dritte Quartal erwartet Compaq nun einen operativen
Verlust zwischen fünf und sieben Cents je Aktie. Compaq hatte am 4.
September der geplanten Übernahme durch Hewlett-Packard zugestimmt.
Compaq mit Gewinn- und Umsatzwarnung
