11.10.2001

FERNWÄRME

Bildquelle: APA

3.500 Stück Windows-98-CDs verbrannt

In der Fernwärme Wien sind heute knapp 4.000 Stück illegale Software und gefälschte Computermäuse verbrannt worden.

Unter Aufsicht des österreichischen Zolls wurde die beschlagnahmte Ware im Hochofen der Müllverbrennungsanlage verheizt.

Mit der Aktion wollte die Business Software Alliance [BSA], ein globaler Interessenverband zum Schutz von Software als geistiges Eigentum, über das Risiko des Einsatzes illegaler Software aufklären.

Jede dritte Software illegal

Österreich rangiert damit auf Platz zehn der europäischen Rangliste.

Mehr als jede dritte Softwarekopie wird in österreichischen Unternehmen illegal eingesetzt, die Raubkopierrate bewegt sich bei gewerblichen Anwendern laut einer Studie des Marktforschers IPR im zweistelligen Bereich.

Die Softwarepiraterie hat laut BSA negative Auswirkungen auf unterschiedlichste Wirtschaftsbereiche, etwa den Arbeitsmarkt, den freien und fairen Wettbewerb und den wirtschaftlichen Erfolg von Firmen.

3.500 Stück Windows-98-CDs

Vernichtet wurde heute illegale Software aus verschiedenen Aufgriffen durch österreichische Zollämter, darunter 3.500 Stück gefälschte Microsoft-Windows-98-CDs, die am Hauptzollamt Linz beschlagnahmt wurden.

Mit der Aktion "30 Tage Schonfrist" haben Wiener Unternehmen ab 15. Oktober 30 Tage lang Gelegenheit, ihre Softwareprogramme zu überprüfen und fehlende Softwarelizenzen nachzukaufen.

Wer sich in diesem Zeitraum bei der BSA registrieren lässt, kann in den darauf folgenden 30 Tagen in Ruhe seine Software prüfen und gegebenenfalls nach lizenzieren.