11.10.2001

BKA.DE

Bildquelle: FuZo

Computer behindern Terroristenbekämpfung

Das Computersystem des deutschen Bundeskriminalamtes [BKA] ist nach Informationen des Hamburger Fernsehmagazins "Panorama" so veraltet, dass es die Fahndung nach Terroristen behindert.

Die Behörde selbst bezeichne die Anlage in vertraulichen Papieren, die "Panorama" vorlägen, als "überholt", berichtete das NDR-Magazin am Donnerstag vorab.

Abstürze und Sicherheitslücken

Dem Bericht zufolge wird seit 1992 mit einem Aufwand von bisher 100 Millionen DM [rund 51,1 Mio. Euro] an der Einführung eines modernen Fahndungssystems gearbeitet, das am kommenden Montag endlich starten sollte.

Laut "Panorama" räumte der Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Claus Henning Schapper, nun jedoch ein, dass sich die Einführung von "INPOL - neu" wegen Software-Problemen bis mindestens Ende 2003 verzögern werde.

Softwarefehler im System führten laut "Panorama" immer wieder zu Computerabstürzen, Sicherheitslücken und Problemen beim Ausdruck von Daten.