Der gecrackte "Hacker"-Krieg
Die Site, die zum weltweiten Krieg der Hacker aufruft, wurde gecrackt.
Die "Young Intelligent Hackers Against Terror" [YIHAT], gegründet vom angeblich "millionenschweren" Ex-Hacker Kim Schmitz, wollten mit spendenfinanzierten Hacks und Cracks die Finanz- und Kommunikationsnetze des mutmaßlichen Topterroristen Osama bin Laden angreifen.
Derzeit ist "www.kill.net" down, die vormals entstellte Site kann über Mirrors abgerufen werden.
"Young IDIOTIC hax0rz Terrorists"
Der Cracker "fluffy bunny" zeigt sich für das "Defacen", das
Ändern von Text und/oder Bild, der Site verantwortlich. Aus "Young
Intelligent Hackers Against Terror" wurde "Young IDIOTIC hax0rz and
Terrorists", die Frontseite der Bewegung zierte ein rosa Stoffhase
mit Erektion.
kill.net [derzeit down]DoS-Attacken auf islamische Sites
Das Entstellen der YIHAT-Site ist bezeichnend für den von den Medien hochstilisierten "Krieg der Hacker", der bisher durch DoS-Attacken auf islamische Internet-Angebote negativ beeindruckte und mehr Schall als Rauch bot.
So wollte Schmitz mit seiner Crew aus internationalen Hackern in die Datenbank der "Al Shamal Islamic Bank" eingestiegen sein und Konten von Bin Laden aufgespürt haben.
Seine Mitteilung an den Webmaster der Bank wurde von US-Medien zitiert, die Bank selbst bestreitet, überhaupt eine Website zu haben.
CCC-Ermahnung
Der Chaos Computer Club [CCC] hat sich schon zwei Tage nach den Terroranschlägen auf das WTC ausdrücklich gegen Hack- und Crack-Attacken auf islamische Sites ausgesprochen.
"Elektronische Kommunikationsstrukturen wie das Internet können gerade jetzt einen wichtigen Beitrag zur Völkerverständigung leisten", sagte CCC-Sprecher und Mitglied der ICANN, Andy Müller-Maguhn.
In der verständlicherweise angespannten Situation dürfe es nicht dazu kommen, dem Unverständnis noch mehr Grundlage zu liefern.
Hacker gegen religiöse Fanatiker
