Lizenzenhandel geht online
Auf der 53. Frankfurter Buchmesse wurde die Internet-Datenbank präsentiert, die österreichischen Verlagen helfen soll, ihre freien Lizenzen für Bücher, Filme, Musik und Multimedia-Anwendungen an ausländische Interessierte zu verkaufen.
Die von der Wirtschaftskammer und dem Bundesgremium der Buch- und Medienwirtschaft geschaffene virtuelle "Lizenzenbörse" sei "eine wichtige Initiative für die Verbreitung österreichischen Gedankengutes in der ganzen Welt", sagte der Vorsteher des Bundesgremiums, Bernhard Weis.
Heimische und internationale Rechtekäufer
Die Internet-Plattform ist ab sofort online. Auf ihr können
österreichische Verlage ihre freien Lizenzen nach Sparten geordnet
den internationalen Rechtekäufern und umgekehrt ausländische Verlage
ihre Lizenzen für den österreichischen Markt anbieten.
foreign-rights.atLizenzanfrage per E-Mail
Es sollen der "Ein- und Verkauf von Lizenzen und auch Übersetzungen", die in Österreich noch eine "recht unbedeutende" Rolle spielen, gefördert werden.
Derzeit können rund 350 verfügbare freie Titel durchsucht werden.
Falls man fündig wird, kann dem die Rechte haltenden Verlag direkt eine Lizenzanfrage per E-Mail übermittelt werden.
330.000 Euro Entwicklungskosten
Die derzeit im Internet abrufbare Version der Lizenzenbörse
stelle "die erste von drei Phasen" dar, so Weis. Er kündigte
Erweiterungen und Verbesserungen an. Jede der Entwicklungsstufen
schlage mit rund 1,5 Millionen ATS [110.000 Euro] zu Buche.
Buch- und Medienwirtschaft
