Motorola streicht 7.000 Stellen
Motorola, der weltweit zweitgrößte Handyhersteller, will die Belegschaft um weitere 7.000 Stellen reduzieren und wird damit insgesamt 39.000 Beschäftigte weniger haben.
Motorola streicht damit in diesem Jahr mehr als jeden vierten Arbeitsplatz.
4.000 scheiden durch Verkauf von Sparten aus
4.000 davon sollen über den Verkauf von Sparten aus dem Konzern
fallen. Der Rest der Personalschrumpfung soll durch Streichungen und
die Nichtbesetzung frei werdender Stellen erreicht werden.
Motorola im 3. Quartal weiter mit VerlustenVerlust von 166 Millionen Euro
Der zweitgrößte Handy-Anbieter der Welt erwartet im laufenden Quartal einen Verlust von vier bis fünf Cents je Aktie.
Motorola hatte im dritten Quartal dieses Jahres einschließlich Pro-Forma-Anpassungen einen Verlust von 153 Millionen USD [166,4 Mio. Euro] nach einem Vorjahresgewinn von 643 Millionen USD verbucht.
Der Quartalsumsatz sank auf 7,4 Milliarden USD von knapp 9,5 Milliarden USD im Vorjahr. Der Umsatz mit Mobiltelefonen stieg vom zweiten auf das dritte Quartal um acht Prozent auf 2,7 Mrd. Dollar.
Umsatz mit Halbleitern sank um 48 Prozent
Im Jahresvergleich entspreche das aber einem Rückgang um zwölf
Prozent. Von der neuen Generation der GRPS-Handys will Motorola bis
Jahresende fünf Mio. Stück verkaufen. Der Umsatz mit Halbleitern
sank im Jahresvergleich um 48 Prozent auf 1,1 Mrd. Dollar.
Motorola bringt Handy zum AufziehenKonjunkturaufschwung vor 11. September
Motorola-Konzernchef Christopher Galvin sagte, die Auswirkungen der Terroranschläge in den USA machten Prognosen für die nächste Zeit sehr unsicher.
Vor den Anschlägen habe es Anzeichen für einen Konjunkturaufschwung im ersten oder zweiten Quartal 2002 gegeben.
Eine bevorstehende Steuersenkung könne die Unsicherheit, die angesichts der Militärschläge auf dem Markt herrsche, jedoch ausgleichen.
