Fujitsu Siemens erstmals positiv
"Wir sind auf dem besten Weg, zwei Jahre nach der Fusion das Ziel zu erreichen, das Geschäftsjahr mit einem Gewinn abzuschließen", sagte CEO Paul Stodden am Mittwoch in Augsburg auf einer Messe des Gemeinschaftsunternehmens von Siemens und Fujitsu Ltd.
Per Halbjahresbilanz liege man mit einem Gewinn vor Steuern von drei Millionen Euro knapp im Plus, für das am 31. März 2002 endende Geschäftsjahr sei ein Vorsteuergewinn von 30 Millionen Euro zu erwarten [Vorjahresverlust: 70,9].
Die Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2001/2002 wurde allerdings gesenkt.
Der Umsatz werde bei 5,9 Milliarden Euro stagnieren. Im März hatte Fujitsu Siemens noch ein Umsatzwachstum von zwölf Prozent auf 6,6 Milliarden Euro für 2001/02 erwartet.
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Der Vorstandschef führte den Umsatzrückgang vor allem auf die schwache Marktentwicklung sowie auf die Strategie zurück, keine verlustbringenden Geschäfte im Consumer-Segment abzuschließen.
"Wir haben den Preiskampf einiger unserer Konkurrenten nicht mitgemacht", sagte Stodden. Von den Äußerungen Michael Dells, der Fujitsu Siemens ein baldiges Aus prophezeit hatte, zeigte sich Stodden unbeeindruckt: "Dell kommt aus Texas und hat deshalb ein große Klappe."
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Den vor der Fusion stehenden Compaq und Hewlett-Packard
prophezeite Stodden seinerseits eine harte Zeit. Viele Kunden seien
verunsichert und würden sich vielleicht nach einem anderen
Lieferanten umsehen.
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"Wir werten das als klare Möglichkeit, Marktanteile zu gewinnen", sagte Stodden, der auch Anzeichen einer Markterholung konstatierte.
Allerdings könne er noch nicht sagen, ob es sich um eine Trendwende handle.
Im kommenden Geschäftsjahr rechnet Fujitsu Siemens wieder mit einem zweistelligen Umsatzwachstum vor allem im B2B-Bereich.
