Musikindustrie einigt sich mit Musikern
Die weltgrößten Musikkonzerne haben bei ihren Plänen für einen bezahlten Titelvertrieb im Internet eine entscheidende Hürde genommen: Sie einigten sich mit den US-Komponisten über die Wahrung der Urheberrechte.
"Dieser Vertrag beseitigt ein großes Hindernis für die neuen Internet-Musikangebote per Abonnement", sagte Hillary Rosen vom US-Musikindustrie-Verband [RIAA] am Dienstag in Washington. Nun könnten per Internet unzählige Musiktitel unter Lizenz angeboten werden.
Summe an Künstler noch unklar
Der RIAA vertrat bei den Verhandlungen mit dem
Musikverlegerverband NMPA und dessen Rechtetochter HFA unter anderem
die Bertelsmann Music Group, Warner Music, Sony, Universal und EMI.
Die Einigung beinhaltet noch keine genauen Summen, die pro
abgerufenen Musiktitel an die Song-Schreiber gezahlt werden müssen.
Recording Industry Association of AmericaVorschuss von einer Million USD
Auf jeden Fall zahlt die RIAA zunächst als Vorschuss eine Million USD [1,1 Mio. Euro] an die HFA.
Sollte innerhalb von zwei Jahren keine Einigung über die Vergütung der Autorenrechte zu Stande kommen, muss die Musikindustrie pauschal jährlich 750.000 USD [815.000 Euro] an die HFA zahlen.
Diese vertritt die Rechte von rund 160.000 Komponisten.
