TA und Nationalbank steigen bei a.trust aus

Signatur
01.02.2006

Laut "Kurier" entkommt der Zertifizierungsanbieter a.trust durch eine Finanzspritze der Pleite.

Der finanziell schwer angeschlagene Zertifizierungsanbieter a.trust, der laut Medienberichten 5,4 Mio. Euro Schulden hat, dürfte dank einer letzten Finanzspritze vor dem Konkurs bewahrt werden. Das berichtet der "Kurier".

Sowohl Nationalbank als auch Telekom Austria [TA] werden bei a.trust allerdings aussteigen, heißt es unter Berufung auf den a.trust-Aufsichtsratschef und E-Business-Leiter der BAWAG, Robert Krickl.

Mögliche neue Partner will a.trust mit Hinweis auf die laufenden Verhandlungen laut Bericht noch nicht nennen. Für einen neuen Partner stehen laut Krickl maximal 30 Prozent der Anteile zur Disposition.

Trotz der Schulden bleibt a.trust optimistisch, da Online-Banking mit Signaturkarte das einzig wirkliche Mittel gegen Netzbetrüger sei.

Einfach dürfte die Sache für künftige Partner aber nicht werden. Die digitale Signatur zählt laut Bericht bisher erst 70.000 Nutzer, davon nicht einmal 30.000 Private. Die auch als Bürgerkarte bekannte digitale Signatur sei somit weit von einer Massenanwendung entfernt, schreibt der "Kurier".

A.trust ist Österreichs größter Anbieter und Drehscheibe für die rechtsgültige digitale Signatur in Österreich. BAWAG/P.S.K., BA-CA, RZB und WKÖ sind derzeit die größten Altgesellschafter bei a.trust, die TA hält noch 19,9 Prozent, die Nationalbank 9,1 Prozent.

(futurezone | APA)