Rosa Teddybär bringt E-Mail
Eine Mischung aus Tamagotchi und E-Mail-Programm macht derzeit in Japan Furore.
Das von Sony vertriebene PostPet stellt den E-Mail-Verkehr als Spiel zwischen den virtuellen Haus/PC-Tieren der Nutzer dar.
Quadrat-Pixel-Wohnung mit Momo, dem Teddybären
Um diese auf dem Bildschirm der User zu beherbergen, steht ihnen
eine 318 mal 240 Pixel große Wohnung zur Verfügung, komplett mit
Bett, Kaffeetisch und natürlich Postkasten. Verschickt der User
keine Mails, tanzt sein Haustier [Momo der rosa Teddybär, Mini-Hase
Mipp, Pinguin Ushe oder die Mysteriöse Maschine Shingo] im Zimmer
herum.
PostPetsAuf drei Millionen PCs zu Hause
Die virtuellen Tiere tummeln sich inzwischen auf über drei Millionen japanischen PCs und 110.000 Handheld- und Handy-Geräten.
Beschließt der User, seinen E-Mail-Haustier-Hybriden einmal nicht zu streicheln oder zu pflegen, kann er damit auch tatsächlich E-Mails verschicken.
Sobald eine neue Mail angelegt wird, erscheint ein Kuvert auf dem Tisch der Haustierwohnung. Einmal fertig gestellt, trappelt das Tier mit dem Brief los - zum Haus des Empfängers.
Postboten streicheln, bitte
Falls dieser ebenfalls ein PostPet hat, fangen die beiden an zu
tanzen oder zu raufen. Dabei macht sich das Gast-PostPet Notizen
über den Zustand des Mülleimers des Empfängers und über dessen/deren
Gastfreundschaft. Fühlt es sich gut behandelt, wird es Briefkontakt
mit dem Empfänger aufnehmen und eigenständig Briefe verfassen.
Download PostPets [derzeit down!]Unerfahrene User
Daneben gibt es noch WWW-Parks, in denen PostPet-Tiere Musik oder Wettrennen machen können.
PostPet ist kostenlos und für alle User geeignet, die Berührungsängste vor dem Computer haben und sich mit der "Tier-bringt-Briefchen"-Metapher eher anfreunden können als mit einem "Versenden"-Button.
Auf komplexe Funktionen wie Regeln und Filter muss verzichtet werden.
