"Indien wird langsam teuer"
Das Entwicklungszentrum in Bangalore wird nicht weiter ausgebaut. SAP sieht sich nach einem Zweitstandort in China oder Osteuropa um.
Europas größter Softwarekonzern SAP wird seine Entwicklungskapazitäten in China und Osteuropa deutlich ausbauen und im Gegenzug in Indien auf die Bremse treten.
"Indien wird langsam teuer", sagte Konzernchef Henning Kagermann der "Financial Times Deutschland" [Montag-Ausgabe].
SAP habe sich vorgenommen, dort nur noch eine bestimmte Zahl an Mitarbeitern einzustellen und sich dann nach anderen Standorten umzuschauen.
In den SAP-Labs in Bangalore, dem strategischen Entwicklungszentrum des deutschen Unternehmens, sind nach eigenen Angaben 2.000 Mitarbeiter beschäftigt.
Auch den Vertriebsmitarbeitern, die zusätzlich zu den existierenden 450 eingestellt werden, verspricht SAP India auf der Homepage bereits "darned hard work." Der klassische "Nine to Five"-Job erwarte einen bei SAP India gewiss nicht, heißt es dort. Die Niederlassung betreut 800 teils sehr große Firmen auf dem indischen Subkontinent.
(futurezone | dpa)
