Betrugsabsprachen per E-Mail

NICHT SCHLAU
30.01.2006

Echte Ratten und gefälschte Gämsen

Im bayerischen Wildfleischskandal gibt es erste Geständnisse - und die sind zu einem Gutteil auf den Inhalt der beschlagnahmten E-Mails der Firma Berger Wild GmbH zurückzuführen.

Vier Computerfestplatten wurden beschlagnahmt, insgesamt wurden 22.500 E-Mails sichergestellt. Die enthaltenen Verdachtsmomente auf lebensmittel-, seuchen- und hygienerechtliche Verstöße liegen den weiteren Ermittlungen zu Grunde.

So hatte man sich zum Beispiel fernschriftlich ausgemacht, welches Fleisch umdatiert und zu welcher Gelegenheit Tiefkühlware als Frischfleisch verkauft wird, wann Mufflon-Fleisch zu Gamsfleisch mutiert und gar Ratten gehandelt werden.

Die Produkte der Firma waren auch nach Österreich geliefert worden. Der Verbleib von rund zwölf Tonnen Fleisch ist noch ungeklärt.

(futurezone | APA | DPA)