Drittgrößter Speicherhersteller in der Krise
Der angeschlagene südkoreanische Chiphersteller Hynix sucht nach eigenen Angaben einen Schulterschluss mit einem anderen großen Halbleiterkonzern und will überzählige Werke verkaufen.
Um welchen Konkurrenten es sich dabei handeln könnte, teilte der drittgrößte Hersteller von Speicherchips bislang nicht mit. Auch ein Verkauf von Werken nach China sei nicht ausgeschlossen, hieß es weiter.
Gläubiger von Hynix wollen unterdessen baldmöglichst über weitere Kredite für das ums Überleben kämpfende Unternehmen beraten. Die größte Gläubigerbank, die Korea Exchange Bank, teilte mit, es gehe dabei um weitere eine Billion Won [rund 800 Millionen Euro].
HynixSchuldenberg
Andere Kreditgeber hatten Hynix bereits am Donnerstag einen dreimonatigen Zahlungsaufschub für Zinsen und Tilgung gewährt, unter der Bedingung, dass das Unternehmen Sanierungsschritte unternehme.
Hynix ist bei 104 Gläubigern mit 8,64 Billionen Won [rund sieben Milliarden Euro] verschuldet. Über 110 Millionen Euro soll der kurzfristige Verkauf eines Aktienpakets an Maxtor bringen.
