Die Business-Community zur IT-Krise
Zur Serie über die IT-Krise in Österreich sind bereits eine große Zahl an Stellungnahmen aus der Branche eingangen. Wir ersuchen um Verständnis, dass wir nur Auszüge veröffentlichen können.
So Sie für ein IT-Unternehmen sprechen können und ein gutes Beispiel zur Bewältigung der Krise öffentlich machen wollen, senden Sie Ihr tunlichst präzises Statement an
tante.jutta@orf.at.
.
Für direkte Reaktionen ist weiter unten das übliche FuZo-Forum eingerichtet.
Zusammenarbeiten mit ...
"Verdienst und Wertschöpfung bei echonet.at werden nicht durch
das Internet selbst geschaffen, sondern als Technology Enabler.
Damit haben wir die Krise der New Economy eigentlich ohne Schrammen
überstanden." "Die Überlebenden der Dot.com-Krise gibt es unserer
Ansicht hauptsächlich deshalb", schreibt Roland Vidmar,
Produktentwickler der 1999 gegründeten Echonet, weil die Old Economy
die Zeichen der Zeit neu gesetzt habe. "Otto-Versand, Siemens und
SAP sind Beispiele dafür, dass die Old Economy im Netz das Ruder
übernommen hat."
Echonet... der Old Economy
"Wir verzeichnen ein kontinuierliches und sicheres Wachstum und schreiben schwarze Zahlen", schreibt Franz Fürndraht, CMO der 1999 gegründeten Seltec internet services GmbH.
"Bei der Beratung und Betreuung unserer Kunden hat sich herausgestellt, dass man mit der Old Economy auf traditionellem Weg zusammen arbeiten muss."
"Dinge wie den 'Spirit' eines Unternehmens, IT-Leistungen als Wunderwerk zu vermarkten oder Visionen zu präsentieren, interessieren nicht. Ein Grund der 'tod.com Krise' ist unserer Meingung nach, dass viele IT-Unternehmen Dienstleistungen als Mirakel darstellen und überteuert verkaufen."
SeltecRigide Kostenkontrolle
"Bereits das erste Geschäftsjahr [2000] konnte positiv abgeschlossen werden", schreibt Thomas Steiner von e-fundresearch.
"Dies gelang uns in erster Linie durch rigide Kostenkontrolle und eigenständige Entwicklung unseres Redaktionssystems. Das Unternehmen war immer komplett eigenfinanziert, VCs oder Bankkredite wurden nicht beansprucht."
"e-fundresearch finanziert sich über den Verkauf des Content an andere Medienunternehmen und Finanzportale und Intranets im Bankenbereich. Bannerwerbung gab es nie und wird es nie geben."
e-fundresearchObskure Beteiligungsangebote
"Als durchschnittlich große DigiMedien-Agentur mit trotzdem großen Kunden [ÖGB, Siemens, Unilever ...] haben wir den New-Economy-Hype mit kühlem Kopf relativ problemlos überstanden", schreibt Albert Gerlach, Geschäftsführer von Kju.at.
"Mit teilweise obskuren Beteiligungsangeboten waren natürlich auch wir konfrontiert, hätten wir uns darauf eingelassen, dann würde es uns wahrscheinlich nicht mehr geben."
KJUGern klein geblieben
"Die Dot.com-Krise ist keine, die wir überleben müssten, ganz im Gegenteil: Wir blieben gerne klein", schreibt Wilfried Brumec-Sesulka, Geschäftsführer von Treangeli. "Wir ließen uns auf keine Abenteuer ein und vergaben dabei auch sicher so manche Chance, richtig abzusahnen."
"Dafür gibt es uns auch noch im 10. Jahr unseres Bestehens in bescheidenen, aber tiefschwarzen Zahlen. Maximal drei Angestellte und ein Pool exzellenter Freelancer setzen maximal zehn Millionen S um."
Treangeli
