04.10.2001

P690

IBMs Regatta-Server geht an den Start

IBM hat heute seinen ersten "Regatta"-Server offiziell vorgestellt. Der für den Mainframe-Bereich vorgesehene "p690" verfügt als erster Server von IBM über die Power4-Chips.

Nach Angaben von IBM erreicht der "p690" die gleiche Rechenleistung wie Unix-Systeme der Konkurrenz mit weniger ,aber leistungsfähigeren Prozessoren. Der Server wurde von IBM mit Selbstdiagnose, -konfiguration und -heilungsfunktionen ausgestattet.

Energie sparen

Die Rechenleistung des "p690" beruht auf dem Power4-Chip, der vorerst mit Taktraten von 1,1 oder 1,3 GHz ausgeliefert wird. Weitere Versionen mit bis zu zwei GHz werden in Kürze folgen.

Der Chip stellt bereits ein Multiprozessor-System mit zwei CPUs dar. Jeweils vier dieser Systeme sind auf ein handgroßes keramisches Multi-Chip-Modul gepackt. Auf jeder dieser Siliziumplatten befinden sich ein leistungsfähiger Switch und 128 MB Cache-Memory.

Mit dieser Anordnung soll der Server nur ein Viertel der Energie vergleichbarer Systeme verbrauchen. Sollten größere Rechenkapazitäten benötigt werden, lassen sich mehrere "p690" zu Plattformen mit mehr als 1.000 Prozessoren miteinander vernetzen.

Der Server unterstützt bis zu 16 Partitionen. Dabei können auf den verschiedenen Partitionen AIX 5L und Linux parallel laufen. Die Ressourcen des Rechners können auf die einzelnen Partitionen aufgeteilt werden. Für die Funktionen zur Selbstheilung und -diagnose liefert IBM den Server mit seiner eLiza-Technologie aus. Der Server kostet in der Minimalvariante mit acht Prozessoren 450.000 USD.