Chips und Displays aus Plastik
Vom 22. bis 24. Oktober 2001 findet die erste internationale Konferenz über Polymere für die Mikroelektronik und Photonik, "Polytronic 2001", in Potsdam statt. Dünne, biegsame Foliendisplays und billige Plastikchips stehen dabei auf dem Programm.
Kunststoffe werden schon jetzt in nahezu 95 Prozent aller Elektronikanwendungen eingesetzt - zum Schutz des elektronischen Bauteils, zur Formgebung und in der Aufbau- und Verbindungstechnik. Erst in jüngster Zeit entstand die Idee, elektronische Bauteile komplett auf der Basis von Kunststoffen zu entwickeln.
Entwicklungen in der Polymer-Elektronik ermöglichten dabei den Durchbruch in heute noch vom Silizium dominierte Bereiche der elektronischen Bauelemente.
Die Polytronic 2001 führt drei internationale Konferenzen, die "Polymeric Materials for Microelectronics and Photonics [POLY]", die "Adhesives in Electronics" und die "Polymeric Electronics Packaging [PEP]" zu einer zentralen Veranstaltung zusammen. Schwerpunkte sind: Polymerelektronik, Polymere für die Photonik, die Entwicklung und Zuverlässigkeitsbetrachtung von Polymermaterialien, Plastikverkapselungen und elektrisch leitfähige Klebstoffe für die Aufbau- und Verbindungstechnik. Weitere Präsentationen beschäftigen sich mit Verkapselungstechnologien, starren und flexiblen Leiterplatten, Sonderaufbautechnologien sowie der Materialprüfung und -charakterisierung.
Polytronic 2001Folienrechner
Ein vollpolymerer Foliencomputer mit integriertem Display und Folienbatterie rückt derzeit in greifbare Nähe. Plastikchips könnten dann als universelle Informationsträger in Kleidungsstücke, Verpackungen, Gepäckstücke oder Medikamentenpackungen eingearbeitet werden. Über Transponder-Technik können Informationen dann drahtlos weitergegeben werden.
Das Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration [IZM] in Berlin entwickelt und erprobt beispielsweise seit Jahren Technologien zum Aufbringen und Strukturieren der unterschiedlichen Polymere, um Bauelemente herzustellen und zu verkapseln.
Als neuer Schwerpunkt ist nun die Herstellung kompletter Bauelemente auf Polymerbasis und kostengünstiger Transponder-Systeme mittels Drucktechnik hinzugekommen.
IZM
