Spekulationen um TA kochen über
Obwohl die Telecom Italia [TI] offiziell erst zu Jahresende bekannt geben will, welche Auslandsbeteiligungen sie abstoßen wird, weiß die APA "aus informierten Kreisen" und "inoffiziellen Quellen" schon zu berichten, dass TI und ÖIAG 2002 gemeinsam aus der TA aussteigen wollen.
Das würde praktisch einen Totalverkauf an eine internationale Telekom bedeuten, wobei die Branchenriesen aus Deutschland und Frankreich - konkret die Deutsche Telekom und die France Telecom - genannt wurden.
Ein wesentlicher Aspekt dabei soll die TA-Mobilfunktochter Mobilkom Austria sein, an der die Italiener ebenfalls - mit 25 Prozent - beteiligt sind und die als die Cashcow in der TA gilt.
Telecom Italia, die 29,8 Prozent an der TA hält, und ÖIAG, der 47,8 Prozent der TA gehören, sind über einen mehrjährigen Syndikatsvertrag aneinander gebunden, der bis Ende 2008 läuft. 22,4 Prozent der TA befinden sich in Streubesitz. Die TI kann ohne die Zustimmung der ÖIAG ihre TA-Anteile laut Vertrag nicht vor Oktober 2003 veräußern. In "informierten Kreisen" wird ausgeschlossen, dass die ÖIAG den Anteil der Italiener aufkauft, da die ÖIAG ja keine zusätzlichen Aktien zukaufen wolle, sondern selber dafür sorgen müsse, dass mit Verkäufen Schulden verschwinden.
Rückzug aus Telekom Austria "nur ein Gerücht"Spannung
"Dem Vernehmen nach" soll aus dem Umkreis von Finanzminister Karl-Heinz Grasser [FPÖ] bereits Einverständnis zu einem TI-Ausstieg signalisiert worden sein, unter der Voraussetzung, dass auch die ÖIAG zugleich "raus" könne. Lanciert werden könnte das im Jahr 2002.
Spannung erwarten "informierte Kreise" daher für die nächsten Syndikatssitzungen. Der Vorbereitung der nächsten Sitzung widmet sich auch ein Treffen von ÖIAG- und TI-Vertretern noch diese Woche.
