04.10.2001

NUN DOCH

KPN will Anteile an KPNQwest veräußern

Der hochverschuldete niederländische Telekommunikationskonzern KPN will sich nun doch von Anteilen an der Datenkommunikations-Tochter KPNQwest trennen und verhandelt mit dem US-Partner Qwest über die Möglichkeit eines vorzeitigen teilweisen Verkaufs von Aktien.

KPN befinde sich in Gesprächen mit dem US-Telekom-Konzern Qwest, um eine Änderung der bestehenden Vereinbarung zu erreichen, dass keiner der beiden Hauptgesellschafter Anteile vor dem Jahr 2004 verkaufen darf, sagte ein KPN-Sprecher.

Doch kein Kerngeschäft

Bisher hatte KPN erklärt, sich derzeit nicht von KPNQwest trennen zu wollen, da die Tochter Teil des Kerngeschäfts sei. KPN will nach Angaben des Sprechers in den Gesprächen erreichen, dass Qwest die Möglichkeit zum Verkauf von Unternehmensanteilen an KPNQwest vor dem Jahr 2004 einräumt.

Der Verkauf aller Anteile stehe jedoch nicht zur Disposition, fügte der Sprecher hinzu. Über das weitere Vorgehen bei KPNQwest werde nach dem Amtsantritt des neuen KPN-Vorstandschef Ad Scheepbouwer zum 1. November entschieden.