KPN will Anteile an KPNQwest veräußern
Der hochverschuldete niederländische Telekommunikationskonzern KPN will sich nun doch von Anteilen an der Datenkommunikations-Tochter KPNQwest trennen und verhandelt mit dem US-Partner Qwest über die Möglichkeit eines vorzeitigen teilweisen Verkaufs von Aktien.
KPN befinde sich in Gesprächen mit dem US-Telekom-Konzern Qwest, um eine Änderung der bestehenden Vereinbarung zu erreichen, dass keiner der beiden Hauptgesellschafter Anteile vor dem Jahr 2004 verkaufen darf, sagte ein KPN-Sprecher.
Qwest und KPN halten jeweils 44 Prozent an KPNQwest. Das Unternehmen bietet weltweit Datenkommunikations-Dienstleistungen an. Die restlichen zwölf Prozent werden an der Börse gehandelt. Bei festem Gesamtmarkt zogen die Aktien von KPN am Donnerstag um gut zwei Prozent und die Papiere von KPNQwest um knapp zehn Prozent an.
Schuldenlast treibt KPN in DefensiveDoch kein Kerngeschäft
Bisher hatte KPN erklärt, sich derzeit nicht von KPNQwest trennen zu wollen, da die Tochter Teil des Kerngeschäfts sei. KPN will nach Angaben des Sprechers in den Gesprächen erreichen, dass Qwest die Möglichkeit zum Verkauf von Unternehmensanteilen an KPNQwest vor dem Jahr 2004 einräumt.
Der Verkauf aller Anteile stehe jedoch nicht zur Disposition, fügte der Sprecher hinzu. Über das weitere Vorgehen bei KPNQwest werde nach dem Amtsantritt des neuen KPN-Vorstandschef Ad Scheepbouwer zum 1. November entschieden.
