Lucent Österreich will expandieren
Die Österreichtochter des angeschlagenen US-Telekom-Ausrüsters Lucent Technologies hat ihr erstes Jahr nach Gründung im Juli 2000 "mit einem positiven Ergebnis" abgeschlossen.
Details wurden zwar nicht bekannt gegeben, aber "die Profitabilität" war "enorm wichtig" für die Entscheidung des Konzerns, die Österreichniederlassung trotz eines weltweiten Konzernumbaus in einem Dreijahresplan weiter auszubauen, sagte Österreich-Manager Bernhard Isemann.
Der Österreichstandort profitierte vor allem davon, dass er weder Forschung und Entwicklung noch Produktion für den Konzern übernommen hat. Lucent Austria konzentriert sich auf Vertrieb, Installation, Wartung und Projektmanagement, so Isemann.
60.000 Entlassungen bei LucentLieferengpass
Mit 28 Mitarbeitern hat das Unternehmen in Österreich in den ersten zwölf Monaten 40,3 Millionen Euro umgesetzt.
Im kommenden Jahr will Lucent Austria verstärkt in den Bereichen der Software-Applikationen und neuer Mobilfunklösungen Aktivitäten setzen.
Während der Telekom-Ausrüster seinen Personalstand bis 2002 um 35.000 auf 66.000 bis 65.000 Mitarbeiter weltweit reduziert, will man in Österreich weiter wachsen und die Zahl der Mitarbeiter noch ausbauen. "Wir können weitaus mehr liefern, als man uns zudenkt", meinte Isemann weiter.
