Wengo fordert Skype heraus

VOIP
25.01.2006

Mit einer neuen Open-Source-Software für Internet-Telefonie will der französische Anbieter Wengo bis Jahresende vier Millionen Kunden gewinnen.

Mit einer Software für kostenlose Videokonferenzen und Telefongespräche im Netz [Voice over IP, VoIP] will Wengo den Weltmarktführer Skype herausfordern. Die Tochter des Telekom-Konzerns Neuf Cegetel hat seit Anfang Dezember die Zahl ihrer Kunden von 60.000 auf 322.000 in 77 Staaten gesteigert.

Bis zum Jahresende werden vier Millionen Kunden angestrebt, teilte Wengo in Paris mit. Geld verdienen will Wengo - wie Skype - mit kostenpflichtigen Telefonaten aus dem Internet ins Festnetz und auf Handys.

Open-Source-Software

Das benötigte Programm kann kostenlos heruntergeladen werden. Zurzeit werden nur eine Version für Windows XP bzw. 2000 und eine Beta-Version für Linux angeboten. Mac OS [ab 10.3] und Pocket PC [Windows Mobile 2003] sollen demnächst folgen.

Telefonie über WLAN

Zurzeit erprobt Neuf Cegetel außerdem mit dem "Beautiful Phone" ein Handy, das automatisch WLAN nutzt, sobald es einen Hotspot findet.

Wer einen kabellosen Internet-Anschluss hat, kann sein Handy damit auch zu Hause für die Internet-Telefonie nutzen. Neben Funktionen wie MP3, E-Mail, Internet und TV-Empfang kann das Handy auch Musik und Videos direkt aus dem Netz beziehen. Auch Skype hat kürzlich ein WLAN-Handy vorgestellt.

Skype setzt Trends fürs neue Jahr

Skype hat im Jänner die Version 2.0 seines Dienstes präsentiert. Zusätzlich soll ein WLAN-Handy in Kooperation mit Netgear die Skype-Nutzer auch mobil versorgen.

Kooperation mit Mozilla

Mit Mozilla bastelt Wengo außerdem an einer Plattform, die die weltweit eingesetzten verschiedenen VoIP-Systeme kompatibel macht. "Die Leute wollen kommunizieren, ohne sich um die Plattform zu kümmern", sagte Wengo-Chef David Bitton.

(futurezone | dpa)