Internet-Bandbreite mehr als verdoppelt
Die internationalen Internet-Bandbreiten sind zwischen 2000 und 2001 um nicht weniger als 174 Prozent gewachsen.
Das ergibt eine aktuelle Studie der TeleGeography-Gruppe. Obwohl die Zahlen auf den ersten Blick fulminant erscheinen, bedeuten sie doch eine schwächere Steigerungsrate als im Vergleichszeitraum davor. Zwischen 1999 und 2000 ist die Cross-border-Bandbreite nämlich um 382 Prozent gestiegen.
Frisches Unterseekabel
Die Topologie des globalen Internets ist ungleich gebaut und
wächst je nach Region unterschiedlich. Die internationale Bandbreite
Lateinamerikas stieg um 479 Prozent auf mehr als 16 Gigabit pro
Sekunde. Die Steigerung ist hauptsächlich durch die Verlegung eines
neuen Unterseekabels zurückzuführen, das von Telefonica und Global
Crossing eingeweiht wurde.
TeleGeographyBackbone-Provider haben demnach größere Bandbreiten - zu niedrigeren Preisen - eingekauft als zuvor.
Obwohl den USA als Geburtsland des Internets immer noch eine zentrale Bedeutung zukommt, werden andere Länder immer unabhängiger von US-basierten Umschlagplätzen. Dennoch sind 80 Prozent der internationalen Connectivity von Asien, Afrika und Südamerika immer noch direkt mit einer US-Stadt verbunden.
In Europa ist die genutzte Bandbreite von 232 auf 675 Gigabit pro Sekunde gewachsen. Zum Vergleich: Die USA und Kanada fahren mit 274 Gigabit/Sekunde ins Ausland. Schlusslichter bilden Asien und Afrika, die mit 52 respektive 1,2 Gigabit/Sekunde an das Ausland angebunden sind. Die Wachstumsraten betrugen hier 129 bzw. 90 Prozent.
