02.10.2001

WACKELN

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40 Ausschlusskandidaten auf dem Neuen Markt

Mehrere Dutzend Pleitekandidaten und Firmen mit Billigaktien im Wert von weniger als einem Euro stehen nach Einführung verschärfter Bösensanktionen am Montag auf der Kippe.

Ihnen droht in den kommenden Wochen der Rauswurf vom Neuen Markt der Frankfurter Börse.

Beim Start der Neuerung erfüllten rund 40 Firmen die verschärften Regeln für das Börsensegment nicht.

Nasdaq-Regeln ausgesetzt

Während in Frankfurt die Beobachtungsfrist für die Streichung der Billigaktien begann, hat die US-Technologiebörse Nasdaq ähnliche Regeln bis zum 2. Jänner 2002 ausgesetzt.

Als Reaktion auf außergewöhnliche Marktbedingungen nach den Terroranschlägen will die Nasdaq Unternehmen, die unter einem USD notieren, die Chance auf Verbleib an der Börse bis Jahresende eröffnen.

Die schärferen Börsenregeln als Reaktion auf die Krise des Neuen Marktes als Segment für "Wachstumsunternehmen" sind umstritten. Sieben Unternehmen haben bisher dagegen geklagt, vieren billigte das Landgericht Frankfurt bisher eine verlängerte Übergangsfrist von sechs Monaten zu. Zwei Entscheidungen stehen am 24. Oktober an. Die Aktien einiger Wackelkandidaten wie Camelot, NSE Software und Teamwork reagierten auf den möglichen unfreiwilligen Abgang mit weiteren Kursverlusten.