PC-Viren feiern 20. Geburtstag
Erste Schädlinge in freier Wildbahn existierten zwar schon 1982, doch die Verbreitung des ersten PC-Virus "Brain" erfolgte im Jahr 1986. 20 Jahre später gibt es geschätzte 150.000 Computerviren.
Der 10. November 1983 gilt allgemein als der offizielle "Geburtstag" der Computerviren: Der erste PC-Virus mit dem Namen "Brain" tauchte aber erst Anfang des Jahres 1986 auf und beschert den ungeliebten Programmen damit heuer ein rundes Jubiläum.
Der Bootsektor-Virus - entwickelt von zwei Pakistanis - infizierte Rechner mit dem Betriebssystem MS-DOS über Floppy-Disketten, was eine schnelle Verbreitung quasi unmöglich machte.
Im Folgenden entwickelten sich die Viren vor allem parallel zur weiteren Ausbreitung von Microsofts Windows-Betriebssystem. Bootviren, die den Bootsektor von Disketten und Festplattenpartitionen infizierten, beherrschten bis Mitte der 90er-Jahre das Geschehen.
Als "Vater" der Viren gilt Fred Cohen, der für seine Doktorarbeit an der University of Southern California nicht nur den Begriff, sondern auch die erste griffige und bis heute gültige Definition schuf.
1995 bis heute
Ab 1995 verbreiteten sich dann vor allem Makro-Viren, die Sicherheitslücken in den frühen Windows-Betriebssystemen und den dazugehörigen Programmen ausnutzten.
Mit dem Internet-Boom der späten 90er Jahre eröffnete sich den Virenschreibern ein neuer Vertriebskanal und so begann die Ära der E-Mail-Würmer: Einer der ersten war "Iloveyou" und richtete 1999 weltweit großen finanziellen Schaden an.
Später sorgten dann Netzwerkwürmer wie "Sasser" und "Blaster" für Aufregung, indem sie automatisch und wahllos jeden Computer infizierten, der online und ohne ausreichenden Schutz war.
Aktuell wird die Zahl der existierenden Computerviren auf 150.000 geschätzt, das Wachstum setzt sich rasant fort. Während es den Virenschreibern aber in den Anfangszeiten vor allem darum ging, etwas zu beweisen, stecken heute zunehmend kriminelle Absichten dahinter.
Die nächste Welle kommt bestimmt
Die Fußball-Weltmeisterschaft in diesem Sommer wird laut Experten eine neue Welle vonn E-Mail-Viren auslösen.
