Apple stoppt den iTunes-Lauschangriff

umkehr
21.01.2006

Die neueste Version von Apples Musiksoftware iTunes hört ab sofort nur noch mit, wenn die Nutzer damit einverstanden sind.

Für die vergangene Woche vorgestellte Version 6.0.2 des Musik-Clients iTunes hat der Computerhersteller Apple einige Kritik geerntet: Zum Ärgernis wurde dabei das per Default aktivierte Feature "MiniStore".

In einem Pop-up-Fenster liefert der MiniStore dem Nutzer Song-Empfehlungen aus dem iTunes Music Store - und zwar passend zum aktuell abgespielten Titel aus der Bibliothek des Nutzers. Dafür werden die entsprechenden Daten an Apple-Server geschickt.

In den Nutzungsbestimmungen wurde dieser Vorgang mit keiner Silbe erwähnt, was für Empörung sorgte. Nun hat Apple reagiert und ein Opt-In für den MiniStore eingeführt, das bedeutet die Entscheidung, ob Informationen an Apple geliefert werden sollen, bleibt beim User.

Apple erklärt auf seiner Website auch, wie man die MiniStore-Funktion deaktivieren kann.

Information wird nicht gespeichert

Apple betonte jedoch, dass bei der MiniStore-Funktion keine Informationen über die musikalischen Vorlieben gespeichert würden.

Die Funktion ähnelt zwar den Kaufempfehlungen bei Online-Händlern wie Amazon, beim MiniStore muss der Nutzer jedoch nicht einmal mit dem iTunes Music Store verbunden sein.

(futurezone | AP)