Rückzug aus Telekom Austria "nur ein Gerücht"
Der Entwicklungsplan für die Telecom Italia, der am Donnerstag in Mailand vorgestellt worden ist, enthält keine Hinweise auf einen kurzfristigen Rückzug aus der Telekom Austria [TA].
"Der Alarm der vergangenen Tage über einen Rückzug der TI aus Österreich basiert nur auf Gerüchten. Der Aufsichtsrat muss noch die einzelnen Situationen im Ausland genau überprüfen", betonte eine TI-Sprecherin.
Der TI-Aufsichtsrat könne frühestens bis Jahresende bekannt geben, welche Auslandsbeteiligungen im Rahmen der Verkaufsstrategie des Unternehmens auf den Markt kommen könnten.
Telecom Italia präsentiert EntwicklungsplanSchuldenabbau
Der neue Entwicklungsplan für die TI sieht eine "globale Revision" der Interessenbereiche vor, auf die sich der Ex-Monopolist konzentrieren will. TI will ihre Interessen in der internationalen Mobilfunkbranche durch Partnerschaften oder Akquisitionen stärken.
Im internationalen Festnetzbereich sind dagegen keine anderen Akquisitionen in Sicht. In Italien soll sowohl die Festnetz- als auch die Mobilfunkbranche gestärkt werden.
Die Telecom Italia wird sich dagegen vom TV-Geschäft trennen. Marco Tronchetti Provera, Präsident der Finanzholding Olimpia, welche die Kontrolle von Telecom Italia und deren Mutter Olivetti übernommen hat, bekundete bei der Vorstellung des Entwicklungsplans für die Telefongesellschaft, dass der Verkauf der privaten TV-Gruppe La 7 geplant sei. Die TV-Gruppe war von TI erst im vergangenen Jahr gekauft worden. "Die Fernsehgruppe gehört nicht zu unserem Kerngeschäft", so Tronchetti Provera. Der Manager plant auch die Veräußerung der Immobilien im Besitz von Olivetti und Telecom Italia, um den Schuldenberg zu reduzieren. Telecom will dagegen verstärkt auf Internet und auf die Entwicklung der Internet-Tochter Tin.it-Virgilio setzen.
