Telecom Italia präsentiert Entwicklungsplan
Der neue Präsident der Telecom Italia, Enrico Bondi, stellt heute Nachmittag den strategischen Plan mit den Entwicklungslinien für die nächsten Jahre vor.
Bondi, der seit der Übernahme der Telecom Italia und deren Mutter Olivetti durch das Duo Pirelli und Benetton den Sessel von Roberto Colaninno besetzt, will den hohen Schuldenberg abbauen, der auf den beiden Unternehmen lastet.
Daher könnte Bondi auch eine Trennung von den weniger profitablen Auslandsbeteiligungen bekannt geben. Ob er auch einen Rückzug aus der Telekom Austria plant, gilt als ungewiss.
Telecom Italia erwägt Ausstieg aus ÖsterreichRadikale Umstrukturierung
Der heute präsentierte Entwicklungsplan muss noch von den Aufsichtsräten von Pirelli, Olivetti und Telecom verabschiedet werden.
Für Pirelli, das mit Benetton die Holding Olimpia, Mutter von Olivetti, gegründet hat, ist die Verabschiedung des Plans der erste Schritt, um eine radikale Umstrukturierung des Telecom-Imperiums zu starten. Pirelli-Chef Marco Tronchetti Provera überlegt unter anderem eine Vereinfachung des Schachtelsystems rund um Olivetti.
Seit Wochen wartet man auf genaue Richtlinien, welche die Strategie Pirellis hinsichtlich der Unternehmen seines neuen Imperiums, nämlich Olivetti, Telecom und der Mobilfunktochter TIM, klären.
Der neue Telecom-Chef will in den nächsten Jahren hauptsächlich auf den rentablen Mobilfunkbereich setzen, der als zukunftsträchtigster Sektor betrachtet wird.
Das prioritäre Interesse an der Mobilfunkbranche auf Kosten des Festnetzbereichs hat Telecom Italia bereits Verluste beschert. Der Chef der Business-Unit der Festnetzbranche, Rocco Sabelli, bekundete seinen Rücktritt. Er wird durch den Geschäftsführer der französischen Telecom-Italia-Tochter "9 Telecom", Riccardo Ruggiero, ersetzt.
