Handynetz in Kathmandu abgeschaltet
Regierung will Demonstrationen erschweren
In der nepalesischen Haupstadt Kathmandu kann nicht mehr mit Handys telefoniert werden.
Auf Anordnung der Regierung seien seit dem Morgen alle Handyverbindungen unterbrochen worden, teilte am Donnerstag ein Vertreter der nepalesischen Telekom mit, der ungenannt bleiben wollte.
Informationsminister Shrish Shumshere Rana sagte, die Regierung habe die Maßnahme vorsorglich ergriffen, um erwartete Ausschreitungen während einer verbotenen Protestkundgebung der Opposition am Freitag zu erschweren.
Nach heftigen Kämpfen zwischen maoistischen Rebellen und nepalesischen Sicherheitskräften, bei denen am Wochenende mindestens zwölf Polizisten getötet worden waren, herrscht seit Montag in der Hauptstadt eine nächtliche Ausgangssperre. Darüberhinaus verbot die Regierung alle öffentlichen Versammlungen und Demonstrationen.
Letzet Ausgangssperre im Jahr 2004
Zuletzt war im September 2004 eine Ausgangssperre in Nepals Hauptstadt verhängt worden. Der Aufstand der Maoisten gegen die nepalesische Monarchie begann 1996. Seitdem kamen bei den Kämpfen rund 12.000 Menschen ums Leben.
(Futurezone | AFP)
