UMTS-Durchbruch nicht vor 2004
Die Erwartungen an den neuen Mobilfunkstandard UMTS schwinden.
Nach einer am Dienstag veröffentlichten Branchenumfrage unter deutschen Unternehmen gehört UMTS derzeit nicht mehr zu den am wichtigsten angesehenen Technologien in der Telekommunikationsbranche.
"Fast so bedeutungslos wie Daten aus der Steckdose"
Der Mobilfunkstandard der dritten Generation sei vielmehr "fast
so bedeutungslos wie Powerline - die Datenübertragung via
Steckdose".
UMTS ohne Killer-AnwendungenDSL, GSM und GPRS
In den nächsten zwölf Monaten setzen die Telekom-Experten stattdessen auf den High-Speed-Internet-Zugang DSL, auf die Technologie der zweiten Mobilfunkgeneration GSM sowie GPRS [General Packet Radio Service].
Befragt wurden von der Hamburger Unternehmensberatung Mummert + Partner insgesamt 122 Fach- und Führungskräfte aus der Telekommunikationsbranche.
Zugleich ist UMTS aus Sicht der Telekom-Anbieter zur größten unternehmerischen Herausforderung geworden. Damit löste die Technologie in der Liste der Herausforderungen die Kundenbindung auf dem Spitzenplatz ab.
Geld verdienen "nicht vor dem Jahr 2004"
Geld wird die Branche mit der dritten Mobilfunkgeneration nach
Einschätzung der Unternehmensberatung "nicht vor dem Jahr 2004"
verdienen. Als zweitwichtigste Aufgabe nach dem Aufbau von UMTS
nannten die Befragten die Verringerung der Kosten.
UMTS: Angst vor der Kostenexplosion
