Tauschbörse soll für Nutzer bezahlen

i2hub
19.01.2006

Eine Reihe von US-Studenten droht dem Betreiber eines P2P-Netzwerks mit einer Klage, wenn er nicht deren Strafen bezahlt.

Studenten der University of Massachusetts fordern vom Betreiber des P2P-Netzwerkes i2hub, ihre Strafen wegen illegalem Filesharing zu bezahlen.

Mehrere Studenten sind wegen der Nutzung des Netzwerkes zum Tauschen von Musik und Filmen zu jeweils 3.750 Dollar Strafe verdonnert worden. NUn haben sie die Rechnung an den i2hub-Betreiber Wayne Chang weitergeleitet.

In einem Brief wird Chang aufgefordert, die Strafen für 42 Studenten zu übernehmen. Ihnen sei nicht bewusst gewesen, dass i2hub das Urheberrecht verletzt.

Das vor zwei Jahren von Chang gegründete P2P-Netzwerk vernetzt mehr als 240 Universitätten, Unternehmen und Regierungsstellen, die dem Konsortium Internet2 angehören.

Neuer Präzedenzfall

Laut Chang wurde das Netzwerk im November nach einer Abmahnung des US-Musikverbandes RIAA abgeschaltet. Er habe nichts unrechtes getan und werde daher die Strafen nicht übernehmen, so der 22-Jährige.

In diesem Fall wollen die Studenten vor Gericht ziehen. Der Fall könnte den rechtlichen Spielraum von P2P-Unternehmen weiter einschränken, falls die Studenten glaubwürdig versichern können, sich einer Rechtsverletzung nicht bewusst gewesen zu sein.

Im vergangenen Jahr hat der Oberste Gerichtshof der USA entschieden, dass P2P-Betreiber für die Urheberrechtsverletzungen ihrer Nutzer verantwortlich gemacht werden können,

(futurezone | pte | WSJ)