Neuroinformatik-Kongress in Wien
Mit der Komplexität des menschlichen Gehirns wird so bald kein Computer mitkommen, darin sind sich die Teilnehmer des ersten Neuroinformatik-Weltkongresses in Wien [24. bis 29. September] einig.
So setzt man bei der Reparatur gestörter Nervenbahnen derzeit eher auf die Biotechnologie als auf Chips.
Technik und Medizin zusammenbringen
Ein Ziel der Veranstaltung sei der Versuch, Technik und Medizin
zusammenzubringen, berichtete Frank Rattay von der Technischen
Universität Wien.
World Congress on Neuroinformatics"Biotechnologie wird schneller sein"
"Das Gehirn ist so unglaublich komplex, dass die Technik unheimlich schwer mitkommt", so der Leiter der Klinischen Abteilung für Klinische Neurologie am Wiener AKH, Univ.-Prof. Lüder Deecke.
So ist noch kein brauchbares artifizielles Gegenstück zum Auge gefunden: Trotz einer bereits möglichen direkten Verbindung technischer Systeme mit dem Gehirn [Cortex] nehmen die Patienten lediglich Lichteffekte wahr - aber kein Bild.
Nicht unbedingt optimistisch äußerte sich Winfried Mayr vom Wiener AKH zur Möglichkeit, einen so genannten Neurochip zu entwickeln, der dann die Arbeit eines Nervenverbandes übernehmen könnte: "Die Biotechnologie wird schneller sein."
"Der Natur helfen, sich zu reparieren"
Eine Reparatur mittels einer weiterentwickelten Gentechnik sei
leichter zu bewerkstelligen, als technische Lösungen zu finden, die
nicht präzise genug seien. "Man muss der Natur helfen, sich zu
reparieren."
Abstracts der Konferenz-Vorträge
