25.09.2001

24. - 29.9.

Bildquelle: FuZo

Neuroinformatik-Kongress in Wien

Mit der Komplexität des menschlichen Gehirns wird so bald kein Computer mitkommen, darin sind sich die Teilnehmer des ersten Neuroinformatik-Weltkongresses in Wien [24. bis 29. September] einig.

So setzt man bei der Reparatur gestörter Nervenbahnen derzeit eher auf die Biotechnologie als auf Chips.

"Biotechnologie wird schneller sein"

"Das Gehirn ist so unglaublich komplex, dass die Technik unheimlich schwer mitkommt", so der Leiter der Klinischen Abteilung für Klinische Neurologie am Wiener AKH, Univ.-Prof. Lüder Deecke.

So ist noch kein brauchbares artifizielles Gegenstück zum Auge gefunden: Trotz einer bereits möglichen direkten Verbindung technischer Systeme mit dem Gehirn [Cortex] nehmen die Patienten lediglich Lichteffekte wahr - aber kein Bild.

Nicht unbedingt optimistisch äußerte sich Winfried Mayr vom Wiener AKH zur Möglichkeit, einen so genannten Neurochip zu entwickeln, der dann die Arbeit eines Nervenverbandes übernehmen könnte: "Die Biotechnologie wird schneller sein."